Bauen. Testen.
Skalieren.
Ich verbinde QA, Development, UGC Creation und 2D/3D-Design zu einem vollständigen Produktprozess — von der ersten Idee bis zu Projekten, die von Zehntausenden Menschen genutzt werden.
Bei Elbside Studios arbeite ich seit Juni 2025 als QA Tester an Emergency Hamburg. Das Spiel wurde bereits über 1,3 Milliarden Mal besucht. In dieser Größenordnung ist QA kein kurzer Check vor dem Release: Ein neues Feature landet nicht in einem leeren Testraum, sondern vor einer riesigen Community, die jedes System, jede Abkürzung und jeden Edge Case kennt. Gerade dann, wenn ein Fehler nur unter seltenen Bedingungen auftritt oder nach Stunden nicht sauber reproduzierbar scheint, beginnt für mich die eigentliche Arbeit. Ich zerlege Funktionen bis ins Detail, kombiniere ungewöhnliche Abläufe und bleibe so lange an einem Problem, bis aus einem vagen „irgendetwas stimmt nicht“ ein klarer, reproduzierbarer Fall wird. Mein Anspruch ist nicht, möglichst viele Tickets zu schreiben — sondern die Fehler zu finden, die sonst bis zum Release unentdeckt geblieben wären.
Seit Juli 2026 arbeite ich außerdem an Caramel. Dort beginnt Qualität viel früher: Systeme sind noch formbar, Abläufe noch nicht fest verdrahtet und gutes Feedback kann die Grundlage eines Features verändern. Ich teste deshalb nicht nur, ob etwas technisch funktioniert, sondern auch, ob es verständlich ist, sich richtig anfühlt und im Gesamtbild des Spiels Sinn ergibt.
Parallel dazu habe ich mit Aponic meine eigene Roblox-Marke von Grund auf aufgebaut. In weniger als drei Jahren entstanden daraus über 150.000 Verkäufe und mehr als 80.000 Käufer. Hinter diesen Zahlen stehen Produktideen, UGC und Kleidung, 2D/3D-Assets, ein konsistenter Markenauftritt und die Entscheidung, nicht nur einzelne Items zu veröffentlichen, sondern ein System aufzubauen, das langfristig wachsen kann. Vieles davon entstand nicht in bequemen Arbeitszeiten: Es gab genug Nächte, in denen aus „nur noch dieser eine Fix“ plötzlich der nächste Morgen wurde. Nicht, weil es jemand verlangt hat, sondern weil ich ein Projekt erst dann loslasse, wenn es meiner eigenen Vorstellung wirklich standhält.
Deshalb endet Aponic für mich nicht beim sichtbaren Produkt. Seit Oktober 2025 entsteht dahinter eine maßgeschneiderte Infrastruktur: Käufe werden zugeordnet, Roblox-Identitäten verifiziert, Käufer-Ränge berechnet und Discord-Rollen automatisch vergeben. Diese Infrastruktur ist einzigartig — Marke, Daten, Community und Technik bilden ein eigenes System, aufgebaut auf realen Abläufen und tausenden Transaktionen. Das lässt sich nicht mit einem Template oder kopierten Bot nachbauen.
Diese Kombination verändert, wie ich arbeite. Ich sehe ein Projekt gleichzeitig als Nutzer, Tester, Creator und Developer. Ich weiß, was Menschen am Ende sehen, wo sie ein System ungewollt brechen und welche Informationen ein Entwickler braucht, um ein Problem schnell zu lösen. Bei Emergency Hamburg bedeutet das, selbst dort noch weiterzusuchen, wo ein gewöhnlicher Test längst als bestanden gelten würde. Ich finde nicht nur heraus, dass etwas nicht funktioniert — ich verstehe, warum es bricht, wie man es besser baut und was nötig ist, damit es auch in größerem Maßstab funktioniert.